Juist und La Gomera: Gemeinsam zur Klimaneutralität

Juist und La Gomera: Gemeinsam zur Klimaneutralität
April 11, 2014 Arton Kabashi

Zwei Jahre lang unterstützte Futouris, die Nachhaltigkeitsinitiative der Tourismusbranche, die Inselgemeinde Juist auf ihrem Weg, bis 2030 die erste klimaneutrale Destination der Welt zu werden. Ein Ziel des Branchenprojekts von 2011 bis 2013: Grundlagen für den Wissenstransfer in andere touristische Destinationen zu schaffen.

Gestern unterschrieben Juist und die Kanareninsel La Gomera in San Sebastian de la Gomera ein entsprechendes Abkommen, das gemeinsame Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität beider Inseln vorsieht.

Das Abkommen wurde vom Vorsitzenden des Inselrats von La Gomera, Casimiro Curbelo Curbelo, und dem Bürgermeister der Inselgemeinde Juist, Dietmar Patron, gestern in der Hauptstadt von La Gomera in Anwesenheit des Ersten Vorstands von Futouris, Andreas Koch, unterzeichnet. Es sieht vor, dass La Gomera als Mitglied der Europäischen Charta für Nachhaltigen Tourismus und Juist bei der Entwicklung und Umsetzung von Umweltschutzprojekten zusammenarbeiten mit dem Ziel, den ökologischen Fußabdruck der Insel auf Null zu reduzieren.

Seit sich Juist im Jahr 2011 mit Unterstützung von Futouris auf den Weg zur Klimaneutralität machte, hat auch die Inselgemeinde La Gomera Interesse an den Entwicklungen in der Nordsee gezeigt. So kam es seit November 2012 immer wieder zu Treffen von Vertretern beider Seiten in Deutschland und auf den Kanaren, die den Weg für die Unterzeichnung des Abkommens bahnten.

Konkret wird es eine Reihe von Feldern geben, auf denen Juist und La Gomera in Zukunft zusammenarbeiten werden: Im Zentrum der Aktivitäten stehen ein gemeinsamer Aktionsplan für nachhaltigen Tourismus, die gemeinsame Akquise von Fördermitteln für konkrete Projekte und der kontinuierliche Austausch bei allen Fragen, die die Reduzierung von CO2 Emissionen und Abfall, die Nutzung alternativer Energiequellen, die Reduzierung des Wasserverbrauchs sowie die Sensibilisierung der Bevölkerung und der Tourismusbranche betreffen. Bei der Positionierung von La Gomera und Juist als nachhaltige Tourismusdestinationen soll es schließlich gemeinsame Vermarktungsaktionen geben.

Dietmar Patron, Bürgermeister der Inselgemeinde Juist, freut sich über die Unterzeichnung des Abkommens: „Wir sind sehr glücklich, dass die Kooperation mit La Gomera nun offiziell vollzogen ist. La Gomera ist ein wunderbarer Partner für uns. Beide Inseln sind UNESCO-Weltnaturerbe und Teil von Nationalparks. Ebenso sind beide Inseln vom Tourismus abhängig und uns eint die gemeinsame Vision der Klimaneutralität sowie der Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus.“

Für die Brancheninitiative Futouris nahm der erste Vorstand Andreas Koch an der Vertragsunterzeichnung teil. Auch er ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen der vergangenen Jahre und der Tatsache, dass beide Inseln den Weg zur Klimaneutralität gemeinsam gehen wollen: „Genau für solche Anlässe wie heute haben wir vor fünf Jahren Futouris gegründet. Am Beispiel von Juist und La Gomera zeigt sich deutlich, wie wichtig es ist, neue Ansätze und Visionen eines nachhaltigen Tourismus exemplarisch zu verwirklichen, um die Ergebnisse dann in neue Destinationen und Kontexte transferieren zu können.“

Fernando Méndez Borges, Tourismusminister der Insel La Gomera, fasst die Vision zusammen: „Die Inseln von La Gomera und Juist haben gemeinsam, dass sie sich für einen umweltbewussten, naturnahen und zukunftsfähigen Tourismus einsetzen. Beide Inseln wollen sich auf diesem Wege gegenseitig unterstützen, um das Ziel einer klimaneutralen Insel zu erreichen“.

Bildunterschrift: Abkommensunterzeichnung auf La Gomera mit Thomas Vodde (Inselgemeinde Juist), Dietmar Patron (Bürgermeister Inselgemeinde Juist), Juan Alonso Herrera (Vice President of La Gomera), Andreas Koch (Vorstandsvorsitzender Futouris e.V.) und Fernando Méndez Borges (Tourismusminister La Gomera).

Über Futouris
Futouris wurde 2009 gegründet. Das gemeinsame Ziel des ehrenamtlichen Engagements von Vorstand und Mitgliedern: Die nachhaltige Entwicklung in touristischen Destinationen langfristig mit der gezielten Unterstützung von Projekten in den Bereichen Ökologie, Biodiversität und soziokultureller Verantwortung zu fördern. Um die höchsten Standards bei der Qualifizierung der weltweit aufgestellten Projekte zu gewährleisten, wird Futouris von einem siebenköpfigen, international besetzten Wissenschaftsbeirat unterstützt, der beratend bei der Projektentwicklung mitwirkt und die Projekte akkreditiert. Futouris wurde im Jahr 2014 mit der „Grünen Palme“ von GEO SAISON ausgezeichnet.

Mitglieder des Vereins sind aktuell Aida Cruises, Airtours, Alcudia Holidays, dk-ferien, Gebeco, Green Pearls Hotels, Hapag Lloyd Kreuzfahrten, die Inselgemeinde Juist, Lufthansa City Center, Neckermann Reisen, Neckermann Reisen Österreich, Öger Tours, QTA und Thomas Cook Reisen sowie die TUI AG, TUI Cruises, TUI Deutschland, TUI Leisure Travel und TUI Österreich.

Das LCC Reisebüro Beisert (Garbsen), Reisebüro Bluhm (Dortmund/Schwerte), Reisebüro Fahrenkrog Touristik & Business Travel GmbH & Co KG (Kiel), das Kleine Fluchten Reisebüro GmbH (Bielefeld), LCC Merkana Reisen GmbH & Co KG (Remscheid), Reisebüro Schiller e.K. (Weinstadt) und das Reisebüro Schraud (Arnstein) bilden die Arbeitsgruppe „Reisebüros“.

Der Deutsche ReiseVerband (DRV) sowie der Österreichische Reiseverband (ÖRV) unterstützen die Ziele von Futouris und engagieren sich aktiv im Rahmen einer Schirmherrschaft.

Mehr Informationen über Futouris finden Sie auf der Website des Vereins unter www.futouris.org

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